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Regenwassernutzung

53 % des täglichen Wasserbedarfs kann ersetzt werden durch Regenwasser. Mit einer richtig dimensionierten Regenwassernutzungsanlage können die Kosten für Trinkwasser mehr als halbiert werden und daneben werden die Grundwasservorräte geschont.
Aufwand und Kosten für Wasseraufbereitung und Transport können so stagnieren, statt weiter zu wachsen. Kläranlagen werden entlastet, weil bei starken Regenfällen ein Teil zur späteren Nutzung aufgefangen wird und so Spitzenbelastungen für das Kanalsystem und die Kläranlagen ausgeglichener verlaufen.

Vielfach diskutierte hygienische Bedenken sind bei qualifiziert ausgeführten Regenwasser-Nutzungsanlagen inzwischen ausgeräumt. Streng genommen gibt es diese Bedenken gar nicht, da Regenwasser lediglich für Nicht-Trinkwasser-Bereiche eingesetzt wird. Hierzu zählen die WC-Spülung, Reinigungszwecke, Waschmaschine, Gartenbewässerung, Teich- oder Springbrunnenversorgung. Die strikte Trennung von Regenwasser und Trinkwasser schließt zusätzlich die Gefahr des direkten Körperkontakts mit Regenwasser aus.

Selbst das oft umstrittene Wäschewaschen mit Regenwasser kann aus hygienischer Sicht als unbedenklich abgesichert gelten. Bei Untersuchungen konnten keine Unterschiede zwischen Wäsche, die mit Regenwasser und solcher, die mit Trinkwasser gewaschen wurde, festgestellt werden. Aber, ein positiver Effekt: aufgrund des weicheren Regenwassers kann 50% des Waschpulvers eingespart werden, was wiederum die Abwasserbelastung reduziert.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung einer Regenwasseranlage ist von den örtlichen Voraussetzungen abhängig. So werden in verschiedenen Kommunen keine Schmutzwassergebühren für die Regenwasseranlage erhoben. Andere Kommunen fördern den Bau von Regenwasseranlagen sogar mit Zuschüssen. Dies wirkt sich natürlich günstig auf den Amortisationszeitraum aus. Trinkwasser und die Kosten dafür werden jedoch in jedem Fall gespart.

Hierzu eine Beispielrechnung:

Trinkwasserverbrauch je Person/Tag

Liter

Körperreinigung

55

Geschirr spülen

10

Trinken/Kochen

3

Garten

3

allg. Reinigung

7

Wäsche waschen

19

WC-Spülung

48

Summe

x 4 Personen

580

x 365 Tage

211.700

 

Bei Kosten je 1000 Liter Trinkwasser in Königswinter € 1,86 pro cbm.

Bei 50% Ersparnis: ca. 70 Liter pro Pers. pro Tag; ca. 102 cbm für einen
4-Personen-Haushalt im Jahr: 102 x 1,86 = 189,72 € Ersparnis pro Jahr.

Daneben ist noch die Ersparnis für Niederschlagswasser zu rechnen.
Hierzu ist individuell das zuständige Abwasserwerk zu befragen. Angenommener Durchschnittswert ca. 150 € pro Jahr.

Infos und Formulare: www.munlv.nrw.de

 

Grundaufbau einer Regenwassernutzungsanlage:

Dachflächen mit systematischer Dachentwässerung dienen als ausschließliche Auffangfläche für die Anlage. Das anfallende Regenwasser wird über einen vorgeschalteten Filter dem Regenwasserspeicher zugeführt. Vom Speicher wird das Wasser mit Hilfe einer Pumpe über ein separat verlegtes Leitungsnetz an die Verbrauchsstellen befördert.

Im Falle einer Trockenperiode wird Trinkwasser über eine automatische Nachspeisung hinzugeführt.

Ein ökologisch optimales Konzept wird durch das Zusammenspiel von Regenwassernutzung und Versickerung gebildet. Somit findet eine konsequente Unterstützung der Regenrückhaltung statt.

Die Systemkomponenten der Regenwassernutzungsanlage:

* Systemfilter: selbstreinigende Filter, die Schmutzpartikel sowie Laub und andere Feststoffe herausfiltern und über den Kanalanschluß entsorgen

* Regenwasserspeicher: lichtundurchlässig gegen Algen- und Keimbildung. Keller- oder Erdmontage für jedes Volumen.

* Pumpenprogramm: eine intelligente Schaltautomatik und der Trockenlaufschutz sorgen dafür, daß die Pumpe automatisch anläuft, wenn für die WC-Spülung Wasser benötigt wird.

* Frischwassernachspeisung: steuert die Pumpe und überwacht die Anlage hinsichtlich Wassermangels. Bei Bedarf wird Trinkwasser nachgespeist.

* Schwimmende Entnahmeleitung: entnimmt stets das Wasser ca. 15cm unterhalb der Wasseroberfläche aus der saubersten Zone im Tank.

* Überlaufsyphon: entsorgt bei jedem Überlauf des Speichers die leichten aufsteigenden Schwebestoffe an der Wasseroberfläche und verhindert, daß Tiere aus dem Kanal in den Tank gelangen könnnen.

* Beruhigter Einlauf: leitet das Regenwasser strömungsberuhigt in die Zisterne ein, so daß sich Sedimente am Boden absetzen können und nicht aufgewirbelt werden. Diese Reinigung des Regenwassers – in der Natur in jedem Teich zu beobachten – ist ein sehr wirksames Reinigungsprinzip bei der Trink- und Abwasserreinigung.
Weitere Informationen: www.wagner-solartechnik.de

Alle Angaben ohne Gewähr.

 

 

Christoph Osterhaus Haustechnik 
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